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06.12.2016
„Wohnen mit Wasserturm“

„Wohnen mit Wasserturm“

Im Wasserturm und einem neuen Anbau entstehen nach einer aufwändigen Komplettsanierung fünf moderne Wohnungen (zwei als Maisonette) mit jeweils etwa 70 bis 80 Quadratmetern. Drei werden eine Verbindung zum Turm haben.
Entgegen dem Ursprungsentwurf wird der Anbau nicht parallel zu den Bahngleisen sondern an der Nordseite des Turms angesetzt. Diese Lösung hat zwei charmante Vorteile: Zum Ersten entfallen mit dem Anbau sehr aufwändige Sanierungsarbeiten, da das Mauerwerk auf dieser Seite besonders desolat ist. Zum Zweiten dominiert der Turm wie früher aus der Sicht des fernen Betrachters.
Die Sanierung des alten Sozialgebäudes (alte Bahnmeisterei) ist ebenfalls geplant.

Rückblick:
Am 15. November 1864 eröffnete das fürstliche Paar Anna und Friedrich Franz der Teterower Bahnhof. Mit zunehmendem Verkehr reichte die vorhandene Wasserversorgung der Dampflokomotiven nicht mehr aus, sodass 1908 der Wasserturm und angrenzend die Schmiede errichtet wurden. 1940 wurde der Turmkopf komplett neu und kompakt in Stahlbeton und Klinker errichtet. In den 1970er-Jahren machte der zunehmende Diesellokverkehr den Wasserturm überflüssig und er ging außer Betrieb.
Die Bahnmeisterei nutzte das Gebäudeensemble noch bis 1997, nach deren Auszug war es dem Verfall preisgegeben. Der Turm und der Lokschuppen (1884 gebaut) standen viele Jahre leer.
2011 kaufte die Stadt Teterow den Wasserturm und das umliegende Areal, insgesamt 0,75 Hektar, für einen symbolischen Euro und veräußerte beides an die Teterower WG, hundertprozentige Tochter der Stadt. Über die Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern „Neues Wohnen in der Innenstadt“ wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, an dem sich drei Architekturbüros im Frühjahr 2013 mit Ideen für das Projekt „Wohnen mit Wasserturm“ beteiligten. Ende 2014 schuf die Stadtvertretung Teterow mit der Änderung des Bebauungsplanes die baurechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung und Sanierung des Areals um den Wasserturm.
2013 erfolgten umfangreiche Abbrucharbeiten. Risse am Mauerwerk bis ins Fundament und starke Abplatzungen am Turmkopf verlangen eine grundlegende Sanierung.
Ende 2016 haben die umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen.

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